Wanderberichte
9:37 Uhr - am Friedhof Broich – ein trüber Tag. Zehn Senioren wurden in schneller Fahrt nach Selbeck gebracht. Doch das erste Ziel, die Kirche St. Theresia von Avila war leider geschlossen.
Vor dem Portal erfuhren wir von Günter Fraßunke etwas mehr über den Mülheimer Ortsteil Selbeck und die Kirche: Sie war 1892 im neugotischen Stil erbaut worden. Der Dombaumeister Franz Schmitz kam aus Straßburg. Gesponsert wurde der Kirchenbau vom Selbecker Bergwerksverein und Graf Hubertus Spee von Linnep.
Naturschutzgebiete und Schotter-Gärten
Am 22. Juli waren die Wandersleute des Broicher Netzwerks wieder unterwegs diesmal mit technischer Navigationshilfe. vom „Dreilandereck“ ging es durch das Hexbachtal –
Günter erklärte, wie der „Läppkes Mühlenbach“ im Mittelalter seinen Namen bekam und dass das heutige Naturschutzgebiet in den 1970er Jahren dem Autobahnbau geopfert werden sollte. In Schönebeck verweilte die Gruppe kurz an der Gedenktafel für Franz Haniel, der hier die erste Tiefbauzeche anlegte. An der Straße „Brausewindhang“ erhielten die Wanderer einen Einblick in das Naturschutzgebiet „Rosendeller Bach“, der die Grenze zwischen Essen und Mülheim markiert.
Heute ist Schönebeck eines der begehrten Wohngebiete der Nachbarstadt – leider reichte bei einigen Neubürgern das Geld nur für „Vorgärten des Schreckens“. Weil die Tunnel unter der Bahnstrecke lediglich SUV-Breite aufweisen und die Fahrzeuglenker noch nichts von Schrittgeschwindigkeit gehört hatten (wie es Günter bei der Vorbereitung erfahren musste), entschlossen sich die 12 Wandersleute zu einem Umweg.
Trotzdem – oder gerade deswegen – waren wir pünktlich zum Mittagessen am Ziel, und jetzt kam auch die Sonne durch.
Text: Günter Fraßunke
Fotos: Paul Steinhauer
Schon am frühen Morgen, um 9:00 Uhr, trafen sich auf Einladung von Günter Fraßunke acht rüstige Wanderlustige unseres Netzwerkes an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 102.
Günter gab uns Instruktionen über die heutige Wanderroute Richtung Entenfang und erzählte einiges über die Straßenbahnen, die Ende des 19. Jahrhunderts in unserer Region fuhren.
Ich hatte mal geschrieben, dass ich zum Wetter bei Günter Fraßunkes Netzwerk-Wanderungen nichts mehr aussagen wollte. Denn er hatte sich stets darum gekümmert, dass kein schlechtes Wetter an diesen Tagen vorkommen würde. Daher hatte er zeitig diese geplante Wanderung um eine Woche verschoben, um das schlimme Unwetter der Vorwoche für uns zu vermeiden. Somit belasteten sich jetzt nur noch unverbesserliche Pessimisten mit unnützen Regenschirmen.
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„Mens sana in corpore sano.“ – Das war Günter Fraßunkes Motto auch für diese Wanderung. So hatte er uns schon in der Einladung darauf vorbereitet, dass wir nicht nur wandern, sondern auch für den Kopf etwas tun sollten.




